Fraunhofer ISE

  das Haus

Definitionen und Erläuterungen

  Das Haus


  beheizte Fläche:           320 m²

  Heizwärmeverbrauch:    70 kWh/(m²a)
  (bezogen auf beh. Fläche)

  Anzahl der Bewohner:   4


  Die Heizanlage


  Heizleistung (B0/W35)*: 6 kW

  Wärmequelle:               Erdreich
                                     (1 Erdsonde mit
                                     96 m Länge)

  Wärmeverteilung:          Fußbodenheizung und                                      Betonkernaktivierung


  Anlagenbeschreibung

  

Eine 96m tiefe Erdsonde (2U) erschließt das Erdreich als Wärmequelle für die Wärmepumpe. Der Wärmequellenkreis ist mit einem Wasser-Propylenglykol-Gemisch (25%) gefüllt.
Die Wärmepumpe dient sowohl zur Beheizung des Wohnhauses und der anschließenden Werkhalle als auch zur Trinkwassererwärmung für die Werkhalle. Der Trinkwasserspeicher (100L) ist als Tank-in-Tank-Speicher ausgeführt. Die Trinkwassererwärmung für das Wohngebäude erfolgt mit einer seperaten Luftwärmepumpe (hier nicht mit vermessen).
Die Beheizung der Räume erfolgt mittels Fußbodenheizungen und Betonkernaktivierung, wodurch nur geringe Heizkreistemperaturen erforderlich sind. Die Heizkreise sind über eine Weiche hydraulische von dem Wärmepumpen-heizkreis entkoppelt.
In der Wärmepumpe ist eine elektrische Reserveheizung eingebaut.


  Ergebnisbeschreibung


  

Zeitraum Juli 2011 bis Juni 2012:

Die Jahresarbeitszahl dieser Wärmepumpen-anlage liegt mit 4,6 deutlich über dem Durchschnittswert aller vermessenen Erdreich-Anlagen von 4,0.
Günstig auf die Effizienz dieser Wärmepumpenanlage wirken sich die mittleren Temperaturen im Heizkreis aus (29C gegenüber dem Durchschnittswert von 32C), sowie die Tatsache, dass die Wärmepumpe nur sehr selten im Warmwasserbetrieb mit den damit verbundenen höheren Wärmesenken-Temperaturen läuft. Der Anteil der bereitgestellten Wärme, der zur Trinkwassererwärmung genutzt wird, beträgt nur 2%.
Die mittlere Wärmequellentemperatur spiegelt mit 4,5C den Durchschnitt der untersuchten Anlagen wieder.
Diese Wärmepumpenanlage gehört mit einer Wärmepumpen-Betriebszeit von 2900 h/a zu den 10% der Anlagen mit den höchsten Betriebszeiten (Durchschnitt: 1730 h/a). Die elektrische Zusatzheizung war nicht in Betrieb.
Auffällig bei dieser Anlage sind die Monatsarbeitszahlen außerhalb der Heizperiode, die (außer im Juli 2012) im Bereich von nur 2 liegen. Ursache hierfür ist, dass die Anlage wegen des minimalen Energiebedarfes für die Trinkwassererwärmung (außer im Juli 2012) noch seltener in Betrieb ist als andere Anlagen im Sommer. Je geringer die Betriebszeiten und damit die bereitgestellte Energie und der Energiebezug des Kompressors umso höher der "Einfluss" des durchgehenden Strombezuges der Steuerung.



  * ermittelt nach DIN EN 14511

anlagenschema klicken Sie auf das Bild um die aktuellen Werte zu sehen

Energiebilanz und Arbeitszahlen:

2009

2010

2011

2012

2013

gelb Verdichter, Steuerung & Solepumpe schwarz Heizstab
rot Heizung blau Warmwasser gruen Arbeitszahl
strom average energie average AZ average
klicken Sie auf die Grafiken um die Monatswerte zu sehen

Mittlere Tagestemperaturen:

anlagenschema anlagenschema anlagenschema Primärkreis                        Heizkreis                           Ladekreis Speicher



Copyright © www.fraunhofer.ise.de 2012